Rekordweltmeister Michael Schumacher war aktiv an der
Entwicklung des Ferrari 430 Scuderia beteiligt, wobei er seine
langjährige Erfahrung aus der Formel 1, die ihn zur
Rennfahrerlegende machte, zur Geltung bringen konnte. Die dazu
notwendigen Zutaten standen für Michael Schumacher und die
Mitarbeiter aus der Ferrari Entwicklungsabteilung bereit.
Der Ferrari 430 Scuderia ist ein leichter und leistungsstarker
Wagen, wobei die Karbon-Keramik-Bremsen eine außerordentliche und
extrem präzise ansprechende Bremsleistung bieten, die
Aerodynamik, Aufhängung und Einstellungen des Manettinos überarbeitet
wurden. Die Software für Getriebe und Differential ist wesentlich
leistungsorientierter ausgelegt. Es ist somit beinahe unnötig zu
erwähnen, dass der Ferrari 430 Scuderia auf der Rennstrecke von
Fiorano die gleichen Rundenzeiten wie der Enzo Ferrari erreicht.
Mit dem 430 Scuderia stellt Ferrari erneut seine Fähigkeit als
Automobilbauer von Straßenwagen unter Beweis, modernste Technik
– die in der Formel 1 zum Einsatz kommt und dort getestet wurde
– mit Hochleistungs-Performance zu verbinden. Sportwagen, die
sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke zu Hause sind.
Mit seinen 1.250 Kilogramm Leergewicht und einer Leistung von 510
PS wird dieser Wagen zu einem Meilenstein in der langen Geschichte
der Hochleistungs-8-Zylinder Berlinettas aus dem Hause Ferrari.
Der Motor des Ferrari 430 Scuderia ist eine Weiterentwicklung des
V8 90° aus dem F430. Die Leistung wurde von 490 auf 510 PS
gesteigert. Das Ergebnis dieser Modifizierungen kommt im
Drehmoment und den Leistungskurven des 430 Scuderia zum Ausdruck,
wobei beim Drehmoment eine Steigerung von zehn Prozent im unteren
und mittleren Drehzahlbereich sowie vier Prozent Steigerung im
Bereich von 6.000 bis 8.500 Umdrehungen erzielt werden konnte.
Sein maximales Drehmoment erreicht das Triebwerk bereits bei 3.000
U/Min.
Das F1-SuperFast2-Getriebe ist eine Weiterentwicklung des
elektrohydraulischen F1-Getriebes. Der 430 Scuderia weist den
niedrigsten Schaltzeitwert aller Ferrari-Serienmodelle sowie aller
vollautomatisierten Getriebe überhaupt auf. Die Reduzierung der
Schaltzeit, also die Unterbrechung der Beschleunigung (und nicht
nur die Zeit zum Einlegen des Ganges), basiert auf dem Konzept der
Gleichschaltung, der für diverse Operationen notwendigen Zeiten,
die nun nicht mehr sequentiell durchgeführt werden. Die
Schaltzeit wurde auf lediglich 60 Millisekunden reduziert, was den
Schaltzeiten in der Formel 1 (40 Millisekunden) sehr nahe kommt.
Der 430 Scuderia ist zudem der erste Ferrari, in dem sowohl das
innovative elektronisch gesteuerte Differential (E-diff) als auch
F1 Trac eingesetzt werden. Das dadurch entstehende größere
Potential macht sich besonders beim Einsatz des Wagens auf der
Rennstrecke im „Race“-Modus bemerkbar, wo bei der
Kurvenausfahrt eine Steigerung der Beschleunigung um 40 Prozent
erreicht werden kann.
Die „Sport“-Einstellung eignet sich perfekt für den täglichen
Einsatz des Wagens und weist eine Steigerung von 20 Prozent bezüglich
der Beschleunigung bei der Kurvenausfahrt auf, ohne dass dabei die
Eingriffe des Kontrollsystems an Bord wahrgenommen werden.
Um den außerordentlichen Leistungen des Ferrari 430 Scuderia
gerecht zu werden wurde der Wagen mit Karbon-Keramik-Bremsen
ausgestattet. Die Scheibenbremsen vorne messen 398 x 36 mm mit
6-Kolben-Bremssattel aus Aluminium in einem Stück, während die
Scheibenbremsen hinten einen Durchmesser von 350 x 34 mm haben und
4-Kolben-Aluminiumbremssättel besitzen.
Der Ferrari 430 Scuderia ist zudem auch mit der neuesten ESP 8.0
CPU ausgestattet, die Berechnungs- und Reaktionszeiträume um rund
15 Prozent verkürzt.